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Freitag, Januar 06, 2017

Agaporniden-Schwarmhaltung zuhause?

"Agas sind Schwarmtiere" = richtig, weil sie sich in Schwärmen gegenüber Fressfeinden besser retten können als wenn sie allein vor einem Falken flüchten müssten.
Aber ohne Feinde können besonders bei Agas zwischen den Paaren Konflikte in den Vordergrund treten, die sich nur durch intensive Betreuung eindämmen lassen, damit sie einander nicht die Gummistiefel zerbeißen oder sogar tödlich verletzen, denn Kompromissfähigkeit gehört nicht so sehr zu den Aga-Talenten.
Versucht man sich mit mehr Paaren, so kann es sinnvoll sein, sie erforderlichenfalls in separaten Volis unterzubringen. Nichts ist niedlicher als friedliche Agas. Kaum etwas ist nervender als streitende Agas.

Freitag, September 23, 2016

Agaporniden und Lärm ?

Zwei Agas machen weniger Lärm als vier ;-) (wir haben zur Zeit 10 Agas und eine Taube)

Agas teilen ihre Gefühle mitunter erstaunlich lautstark mit, aber nicht stundenlang, sondern mit große Pausen, die mit Schlaf oder "stiller Beschäftigung" gefüllt werden, wenn sie genügend Bastelmaterial haben; frische Zweige usw.
Agas sind "Frühaufsteher". Das lässt sich ein bisschen humanisieren, indem für gute Abdunkelung gesorgt wird.
Nachbarn kommen besser mit Aga-Lärm klar, wenn sie ein bisschen genauer kennen, wer und warum da jemand piept: "Lebensfreude" ist das Zauberwort für positive Wahrnehmung.
LG

Dienstag, August 02, 2016

Aga-Anfängerberatung

Einmal Aga, immer Aga!" - So isses bei mir :-) , aber die Kleinen können einem auch ziemlich auf die Nerven gehen, wenn sie sich streiten. Jedenfalls prima, dass du dich vorher informierst. Also ganz knapp: 1. Es braucht einen breeeiiiiiten Käfig, in denen Agas wenigstens einen Flügelschlag machen müssen, also 120 cm sollten es möglichst sein. Die Einrichtung auf eine Weise anordnen, dass ein "Flugkorridor" verbleibt und die Agas nicht alles erhüpfen. 2. Auf teure, handelsübliche Käfig-Einrichtungen kann bestens verzichtet werden, denn Agas freuen sich total, wenn ihnen bloß Äste und Zweige zum Sitzen, Springen, Klettern und Zerknabbern angeboten werden. 3. Agas kommen häufig aus "billig-praktischer-Trockenfutter-Haltung", aber eigentlich brauchen sie täglich viel Frisches, bspw. Möhrengrün, Stangensellerie, Löwenzahn, Gräser, Vogelmiere, Vogelknöterich (vom Spaziergang). 4. Agas brauchen täglich frisches Wasser, denn eigentlich sind sie totale Feinschmecker. 5. Agas brauchen unbedingt täglich ausgiebigen Freiflug, wobei der Erstflug nach Eingewöhnung gut vorbereitet werden muss, damit sie an Fenster keine Schnabel- oder sogar Genickbrüche erleiden. a) Also möglichst an den ersten Flugtagen die Fenster mit billiger, klarsichtiger Malerfolie abkleben (20 qm kosten im Baumarkt oft nur 2 EURO), möglichst auf Spannung mit Klebeband auf den Fensterrahmen befestigen. b) Vor den Fenstern Zweige aufstellen, denn Zweige sind natürliche Landeplätze - und dann fühlen sich Agas nicht ganz so fremd. 6. Agas möglichst aus dem Tierheim holen, wobei die Haltung einfacher ist, wenn es zwei Agas aus der gleichen Art sind, weil gleichstark und weniger Missverständnisse. 7. Es müssen unbedingt zwei Agas sein, möglichst Henne und Hahn, weshalb eine Geschlechtsbestimmung per DNA-Test (ca. 15 EURO) erforderlich ist, es sei denn, dass zuvor beobachtet wurde, ob jemand Eier legt. Äußerlich lässt sich der Geschlechterunterschied auch von absoluten Aga-Experten nicht feststellen. Leider geht es aber oft nur um den Verkauf. 8. Von mehr als zwei Agas rate ich (im Unterschied zu anderen Aga-Liebhabern) ab, obgleich ich jeden meiner vielen Agas total liebe, aber sie sind mitunter schlimmer als Kinder. 9. Wir sind immer für dich da, oft mit unterschiedlichen Meinungen, um dich zu verwirren ;-) LG

Sonntag, Juni 26, 2016

Meine Erfahrungen mit gleichgeschlechtlicher Aga-Haltung

Wir lieben unsere sechs Hennen und sieben Hähne, aber Struwwel und Peter waren harmonischer, bevor sie sich auf Hennen einließen.
Auch unsere Hennen Motte und Lotte kuschelten gerne, bevor sie die Männerwelt für sich entdeckten und um sie zu streiten begannen.

Und wie kuscheln solche gleichgeschlechtlichen Aga-Paare? Sie tun "es" wie Hetero-Agas = verglichen mit der Spezies Mensch erstaunlich oft, intensiv & ausgiebig.

Wären die namentlich genannten vier Agas homosexuell, so hätten sie es bei ihren gleichgeschlechtlichen Beziehungen belassen.
Und tatsächlich war Struwwel sehr lange traurig, dass sich Peter immer weniger für ihn interessierte und nur noch zu gelegentlichen Seitensprüngen bereit war.
Gleichgeschlechtlicher Sex ist also nicht immer gleichbedeutend mit Homosexualität. Möglicherweise sind Agas und andere Tierwelt weniger religiös, weniger gesellschaftlichen Konventionen unterwürfig als wir Menschen, sicherlich in Gefangenschaft öfter als in der Natur bisexueller - und sterben in der Natur daran trotzdem nicht aus, wie es Biologen und Archäologen wissen, wenngleich von Ideologen geleugnet und von Dummen bestritten, weil sie es für "unnatürlich" halten, die Natur schlecht kennen, denn "natürlich" ist eben nicht, was wir uns in Heilige Schriften malen, "natürlich" ist alles, was uns die Natur beschert, so wunderschön und oft auch bitter tragisch.

Glücklicherweise ließ sich unser im Stich gelassener Struwwel irgendwann auf die blonde Happy ein und ist ihr inzwischen so treu wie zuvor dem Peter, während Peter seine Talente ungünstigerweise auf zwei Hennen zu verteilen versucht, obgleich er sich dafür jede Menge Ärger einhandelt und auch zwischen den Hennen stiftet.

Wenn jemand zwei scheinbar glückliche Agas hat, dann halte ich es für okay und rate schon längere Zeit nicht mehr zu artgleichen und / oder gegengeschlechtlichen Ergänzungsmaßnahmen, denn ich beobachte bei anderen zu oft und auch bei mir zuhause, dass sich mit den zusätzlichen Chancen zur Verpaarung & Schwarmglück auch die Risiken zu Konflikten vermehren, denen wir oft nicht gewachsen sind, wenn wir anstelle unserer geliebten Liebesvögel dann mit gefiederten Gewalttätern zu tun haben. Artgerechte Haltung ist schwierig, denn wir können Natur bloß improvisieren, aber müssen viel experimentieren, denn jeder Aga hat seine persönliche Vorgeschichte und schreibt sie auch fort, so dass sich nicht jede Erfahrung verallgemeinern lässt.

Und wenn jemand (wie ich) einen Aga-Schwarm hält, dann sollte man die eigenen Probleme bekennen und nicht anderen Menschen verschweigen, denn wenn daraus Tierleid und Menschenfrust erwächst, kann das zu Vernachlässigung.

Mittwoch, Juni 22, 2016

Agas zähmen ?

Naja, man bekäme Agas schon noch zum Kuscheln - und gibt kaum kuscheligere Lebewesen als verliebte Agas, aber so dolle verlieben sich Agas in Menschen eigentlich nur, wenn ihnen Artgenossen vorenthalten werden - und dafür können wir aus vielen, vielen Gründen nicht werben, weil es den Piepern nicht gut bekommt.
 Es wäre ein Psycho-Drama, denn kein Mensch kann es wie ein Aga-Artgenosse schaffen, Tag & Nacht für den Verliebten ansprechbar zu sein. Und es geht kaum schlimmer für Schwarm- und Rudeltiere, wenn sie gegen ihren Willen zurückgelassen werden. Mein erster Aga war ein solch "Auf-Menschen-Geprägter".
Na logisch freuten wir uns, wenn er unsere Rückkehr überglücklich begrüßte und uns buchstäblich ins Gesicht klatschte, um uns abzuschmusen,
ABER wenn er beobachtete, dass wir Vorbereitungen zum Weggehen trafen, dann war er total verzweifelt. Ich fand das "süß", aber es war leider doch Tierquälerei. Es gibt noch ganz viele wirklich wichtige Gründe, aber es genügt ja eigentlich schon dieser Aspekt = aus Perspektive des Agas :-) Und Zutraulichkeit anstelle von Anhänglichkeit ist auch richtig schön und viel entspannter.

Samstag, Mai 28, 2016

Zur Macht der Triebe, z.B. Bruttrieb

Ein eigentlich sehr lieber Freund von uns hat zwei Agas, denen er allerdings wenig Aufmerksamkeit schenkt, weil er selbst seit Jahren in Paarungsstimmung ist. Folglich müssen sich seine Agas weitgehend mit Trockenfutter begnügen, obgleich ein großer Garten und gemüsereiche Kochkünste für Abwechslung sorgen könnten, wenn an die Schnäbel gedacht würde und nicht bloß an Mülltrennung.
Es werden also nahezu keinerlei Brutanreize geboten. Und trotzdem: Sobald die Pieperchen Freiflug dürfen, beginnen sie sofort hektisch mit der Suche nach Nistmöglichkeiten. Jeder Schrank, der sich öffnet, jedes Bücherregal wird inspiziert, vielleicht geht 'was unter der Couch oder hinter der teuren Stereoanlage, wenn sich das Kabelgewirr wegbeißen lässt.
 "Die sollen nicht brüten!!!!" - Hmm, ist ja richtig, denn Nachwuchs kriegen, ist nicht schwer, Nachwuchs haben, dagegen sehr, aber ich ziehe es dennoch vor, meine Agas "machen" zu lassen und tausche ihnen dann eben die Eier aus. Der Nestbau macht ihnen zu viel Spaß, als dass ich es ihnen gänzlich verbieten könnte.
Einmal ging es allerdings "schief", weil Motte uns durch einen seitlich verlängerten Nestbau in die Irre geführt hatte. So entstanden unplanmäßig Murksel, Schnurpsel und Baby. Aber war denn jeder von uns geplant?
Wat da is', is' nu'ma' da, hat Anrecht auf Liebe - und wir zogen Schlüsse draus, denn seither bieten wir unseren Agas in bevorzugten Wohnlagen Bauplätze. Seither ist zuverlässige Familienplanung möglich & uns erstaunt, dass zwar viel gebaut, aber viel seltener als in früheren Jahren gebrütet wird. Meist wird sich gegenseitig das Nistmaterial geklaut.

Montag, April 18, 2016

Käfigfragen

Wenn dir ein Käfig angeboten wird, dann gib uns ruhig vorher Bescheid, damit wir dich mit unseren vielen Meinungen irritieren können „wink“-Emoticon 
Käfigfragen sind sooo wichtig & es gilt vieles zu bedenken. 
- Möglichst Quer-Gitter, damit sie besser klettern können, 
- möglichst nicht mehr als 14 mm Gitterabstand, damit sie nicht in Versuchung kommen, das Köpfchen könne durchpassen, 
- möglichst breiter Käfig statt hoher Käfig, denn Agas können zwar auch Hubschrauber, aber fliegen lieber Düsenjäger,
- möglichst auf "Hartholz-Sitzstangen" verzichten, denn natürliche Zweige wippen, schonen die Gelenke, sind für die Füßchen erlebnisreicher, lassen sich mit dem Schnabel bearbeiten, ...,
- möglichst ein Aufstellungsort, der den Piepern einerseits etwas Sicherheit gönnt und andererseits ermöglicht, uns zu beobachten, 
- möglichst etwas erhöht, denn Agas schauen gern auf uns herab,
... und vieles mehr ... NICHT ALLES lässt sich realisieren, aber Agas können sich glücklicherweise auch mit manch Defizit abfinden und trotzdem glücklich sein, wenn sie von uns den Eindruck haben, dass wir uns mühen „smile“-Emoticon

Spielzeug "artgerecht" ?

Agas haben durchaus Freude an "seltsamen" Effekten, die sich aus mechanischen (auch klanglichen) Konstruktionen ergeben können. Unsere Peachi mag z.B. eine Holzwippe und interessiert sich für ein Mini-Skateboard.
Die entscheidenden Kriterien sind Spaß, Nützlichkeit & Sicherheit, nicht immer ausschließlich die Frage, ob in der Natur vorkommend.
Und "artgerecht"?
Artgerecht ist, was den Bedürfnissen einer Art entspricht.
Und das kann oft noch individuell divergieren. So jedenfalls der persönliche Eindruck vieler Tierliebhaber, aber auch Stand der Wissenschaft, je genauer sie hin schaut.

Freitag, März 18, 2016

Weltanschauliches :-)

 "... beim Fressen ..." - Als ich meinem älteren Bruder berichtete, was meine Agas "essen", widersprach er kategorisch: "Menschen essen, Tiere fressen."

Ich: Stimmt, das kommt in den besten Familien vor. In Fällen der Unsittlichkeit & überbordenden Gier "fressen" Mensch & Tier, wie ich es alle paar Tage ebenfalls übertreiben mag. In anderen Fällen kann von "Naschen" &.s.w. die Rede sein.

Die Einteilung, ob "essen" oder "fressen" mache ich aus weltanschaulichen Gründen nicht davon abhängig, ob Tier oder Mensch, sondern nach stilistischen Kriterien.

Das ist im Deutschen anders üblich, aber ich freue mich, dass es in anderen Sprachen, z.B. Polnisch, Englisch exakt wie in meiner Verwendung ist, also weniger überheblich gegenüber den Tieren.

Donnerstag, März 17, 2016

Gitterabstand für Käfig und Volieren

Gitterabstände müssen tatsächlich möglichst exakt auf die Größe unserer geliebten Gefangenen abgestimmt sein. Sind die Abstände zu weit, dann werden die Pieperchen ständig in Versuchung geführt, ob sie nicht doch hindurch passen.
Auch das Umherlaufen auf solchen Käfigen fällt ihnen schwer. Es wird immerzu gestolpert.

Lässt sich daraus eine Regel ableiten? Ja >> "Eher zu engmaschig als zu weitmaschig." LG

ps: Für Agas m.E. maximal 16 mm, besser nur 14 mm 

Montag, November 09, 2015

Homosexuell veranlagte oder geprägte Agas ?

In der Pubertät kann schon mal einiges durcheinander gehen, aber wenn Hähne auf Hähne geprägt sind, dann kann es unumkehrbar sein wie bei der Prägung von Agas auf Menschen.
Unser Hahn Struwwel wird nie zum lupenreinen Hetero, sondern bleibt trotz seiner treuen & attraktiven Henne dem Superhahn Peter enger verbunden.
Intelligente Lebewesen "arrangieren" sich & das emotional Wichtigste ist für alle Agas, dass sie nicht vereinsamen & nicht gemobbt werden.
Ob die Hetero-Haltung glücklicher macht, ist mir längst nicht erwiesen, zumal wir dem dadurch verstärkten Bruttrieb nicht freien Lauf lassen können.
Es bleibt spekulativ, denn ob es in unserer Pieperwohnung mit zehn Hennen oder zehn Hähnen konfliktfreier als mit unserer gegengeschlechtlichen Haltung wäre, dafür fehlt es einfach mal an Versuchsanordnung, folglich auch an Erfahrung. LG

Dienstag, November 03, 2015

Theorie und/oder Empirie

Liebe ..., es lassen sich auch aus dem Kleinsäugetierbereich Arten zitieren, die auf unterschiedliche Nahrung spezialisiert sind, die entweder Gifte vertragen oder unbeeinträchtigt ausscheiden, oder daran zugrunde gehen.
Wirkliche "Generalisten", wirkliche "Allesfresser" gibt es nicht, allenfalls Spezies mit erstaunlicher Bandbreite an Futterarten.
Aber manche Pflanzen wehren sich mit Giften, die dann auch nur von ganz wenigen Vögeln, Säugetieren, Fischen, Reptilien, Echsen, Mikroorganismen usw. gefuttert werden können.

Darum lohnt es immer, zwischen bloßen Mutmaßungen und Erfahrungen zu unterscheiden.

Das Wissen um Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln ist wichtig, aber deren Wechselwirkungen so vielfältig und durch allgemeine als auch besondere Fähigkeiten auf Seiten der Verspeiser so hyperkomplex, dass Mutmaßung ohne breitere Erfahrung längst nicht zur Empfehlung geeignet sein kann.

Drum brachte ich oben die "Amsel" und weil nur sie an der Eibe, schlussfolgerte ich NICHTS für die Agas, denn für Tierversuche sind mir meine Herzenspieper einfach zu "nahestehend".

Mir genügt nicht, wenn es bloß heißt: "Es gibt gesündere Sachen."
Das ist zwar interessant, aber meine Agas sind glücklicherweise keine Koma-Patienten, die immerzu bloß an gesündesten Sachen interessiert sein müssten. Bin ich ja schließlich auch nicht.

Mir genügt nicht, wenn es bloß heißt: "Agas interessieren sich dafür nicht."
Auch das ist interessant, andererseits weiß jeder Agafreund, dass Agas auch individuell recht unterschiedlich drauf sein und ihre Interessen verändern können.

Die mir liebsten Antworten lauten: "Ich habe jahrelang beste Erfahrungen damit."
Oder: "Ich vermute ..."
Oder: Quellenangabe, so dass sich nachschauen lässt, ob dort vermutet oder auf welche Weise Erfahrung gesammelt wurde; Experiment, Diagnosen, Statistik.

Bei mir ist oft alles umgekehrt: Je wohler ich mich in einer Gruppe fühle, desto kritischer werde ich, damit mich Emotionen nicht zu sehr einlullen, wenn es um Wissen geht - oder sogar um Leben & Tod meiner Lieblinge.

LG

Dienstag, Oktober 27, 2015

Erstberatung

Hallo Tami, ein Ei ist kein Drama :-)

Es kann auch ohne Nistkasten passieren, aber "es legt sich auch wieder", also wird seltener, wenn Brutanreize reduziert werden.

Wenn die Süße ein weiteres Ei legt und kein Grünfutter gewohnt ist, kannst du dir die Calcium-Verabreichung per Trinkwasser etwas billiger machen, indem du ein kleineres Trinktöpfchen nimmst oder weniger auffüllst, denn täglich frisch muss für unsere kleinen Feinschmecker schon sein - und dann wird weniger Calcium weggeschüttet.

Die Umgewöhnung auf Frischnahrung kann länger dauern, wenn du Pech hast, denn nur gute Züchter ernähren artgerecht, während es sich die fauleren Züchter mit billigem und praktischem Trockenfutter bequem machen, also die Pieper "fehlprägen".
Das wirkt sich fatal aus, denn Fehlernährung dürfte eine der Hauptursachen dafür sein, dass Pieper gesundheitlich schwächeln, unnötig früh sterben. - Dann laufen trauernde Menschen öfter in die Zoohandlung & verschaffen schlechteren Geschäftemachern zusätzlichen Umsatz, zumal auch Zoohandlungen zumeist lieber ihre "Leckerlis" verhökern anstatt über die wirkliche Bedeutung von Frischfutter aufzuklären.

Beginne einfach mit kleinen Portionen Stangensellerie, die du hyperfein geschnitten in ebenfalls kleine Portionen Körnerfutter. Wiederum "kleine Portionen", damit nichts schlecht wird & schimmelt, denn wo "frisch" draufsteht, soll es auch frisch sein.

Die Umgewöhnung auf Frischfutter lässt sich durch Bereitstellung von frischen Zweigen beschleunigen. Besonders Hennen freuen sich sehr über Zweige, was zwar ebenfalls etwas mit dem Bruttrieb zu tun hat (Nistmaterial sammeln), aber da darfst du ruhig eingreifen - und Zweige zu knabbern gehört zu den Grundrechten von Agas, denn die Schnäbel brauchen Arbeit und die Pieperchen Mineralien, Vitamine.
Z.B. Weidenzweige, Walnussbaumzweige, alle Obstbaumarten.

Wenn du keinen Garten hast und wenig freie Natur in der Umgebung, dann zeige Gartenbesitzern einfach auf deinem Smartphone ein Aga-Foto. Dann schenken sie dir alles. LG

Freitag, Oktober 23, 2015

Erstberatung

Naja, solange man im Dunkeln tappt, sind die kleinen Schritte sicherer als die großen Sprünge.

Es ist zunächst mal schön, dass deine Pieper trotz des angeschlagenen Gesundheitszustandes optimistische Gesichter haben.
Durch gutes Beobachten wirst du nach und nach ihre Stimmungen aus Gefiederstellung, Verhalten und Lautäußerungen erkennen.
Und das Kennenlernen ist keine Einbahnstraße, denn die Pieper beobachten auch dich genau.
Es mag auf Freunde albern wirken, aber sprich mit den Piepern. Und wenn sie Dummheiten machen, dann schimpf mit ihnen, denn all das schafft Vertrauen. - "Nur Katzen & Schlangen schleichen sich lautlos an Agas heran."

Mit dem Käfigneukauf warte mal noch, denn die richtige Käfigauswahl richtet sich nach sehr vielen Belangen, die wie in Ruhe erörtern können & dann mit etwas Geduld auch preisgünstig sind, vielleicht Gebrauchtkauf = oft "fast geschenkt".

Die Fragen lauten dann beispielsweise:

1. Wo steht der Käfig am besten? a) damit die Pieper einerseits etwas Geborgenheit haben, also nicht im Weg stehen,

2. und andererseits sollen Pieper einen guten Überblick haben, was im Zimmer geschieht,

3. ob die Pieper genügend Licht bekommen.

4. Ob vielleicht ein Möbelstück weichen oder Mobiliar umgestellt werden kann, damit Stellplatz und Käfiggröße optimiert sind, denn größer (breiter) ist schöner und besser einzurichten. Oder vielleicht hast du ein halbhohes Regal, auf den ein breiter Käfig passen würde, denn viele "Untergestelle" sind viel zu niedrig.
"Agas sind klein, aber möchten die Größten sein", deshalb lieber etwas mehr Sockel.

Das sind alles Fragen, die sich nicht im Hau-Ruck-Verfahren beantworten lassen, sondern Muße brauchen, also gemütlich hingesetzt, Zimmer beguckt, in alle Richtungen gedacht & vielleicht finden sich Optimierungen.

Zum Käfig selbst: Gut sind Vogelkäfige, wenn sie b-r-e-i-t sind, denn Agas sind eher Vorwärtsflieger als Hubschrauber.
Ich habe grad wieder einen falschen Käfig gebraucht gekauft, weil sich die Verkäuferin um 30 Zentimeter verschätzt und ich nicht genau nach Marke & Typ fragte, denn dann hätte ich im Internet nachschauen können. Der Käfig ist doppelt so hoch wie breit, genau andersherum müsste es sein.

Lerne aus unseren Fehlern & du machst es richtig :-)

Montag, Oktober 05, 2015

Aga-Schlafplätze, aber wie ?

Richtig systematisch sind wir das Thema noch nicht angegangen. Ob es etwas bringt, weiß ich nicht, aber dann arbeiten wir halt immerhin am Problembewusstsein.

Zu unterscheiden wären

- Schlafhäuschen (die keine Brutkästen sein sollen),
- Schlafbrettchen,
- Schlafstangenkästen,
- Schlafzweige,
- ... wat vergessen ? ...

Alle Varianten haben Vor- und Nachteile.

Nachteil der Schlafhäuschen dürfte a) die Brutanregung sein, b) die Hygiene ist schlechter als bei bodenlosen Varianten.
Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich Agas in Schlafhäuschen mit Boden wohler fühlen.

Soll solch' Schlafhäuschen zwei Piepern zum Kuscheln geeignet sein, dann hat es schon wieder eine Größe, die zum Brüten anregt.

Vielleicht wäre ein Kompromiss, dass in einem kuschelig tiefen und breiten Schlafkasten "für zwei" das Schlafbrettchen zu kurz für den Nestbau ist, also von Dach und Seitenwänden überragt.

Wenn ich überlege, wie wichtig mir das Schlafen ist, wenn ich mich dazu niederraffe, dann muss ich mir eben auch über die Schlafplatzansprüche der Pieper Gedanken machen. Optimal ist noch nüscht.

Aga-Streitigkeiten

7:30 MEZ +++ Brennpkt. Pankow +++ Es kommt zu ersten, lautstarken Zusammenrottungen im Sektor der Korkenzieherweide +++ die weißblau-maskierte Rädelsführerin Motte belagert den Schlafplatz von Baby, was die Stimmung aufheizt +++ die Security (ich) bringt zwei Wasserwerfer in Stellung +++ Motte zeigt sich unbeeindruckt +++ "Wasser Marsch!" +++ Motte flüchtet auf ihren Schlafplatz +++ die unangemeldete Versammlung löst sich ohne weitere Zwischenfälle auf +++ die Security kehrt auf den eigenen Schlafplatz zurück +++ .... von nun an wiederholt sich das Einsatzszenario im Drei-Minuten-Takt +++ 8:45 MEZ +++ auf die Wiederholungstäterin wird aus zwei Sprühpistolen das Wasser eröffnet - im Verfolgungsmodus, um den pädagogischen Effekt zu erhöhen +++ obgleich auch die anderen Aga-Autonomen getroffen werden (Kollateralschaden), bewahren sie Ruhe kraft ihres reinen Gewissens, denn alle wissen: Es geht um Motte. +++ Motte (klitschnass) nimmt eine friedliche Haltung ein +++ Peachi alias Hänsel&Gretel flattert gemeinsam mit Murksel vor der Wintergartentür auf und ab, wollen hinaus +++ Wintergartentür wird zur Hälfte geöffnet, denn es ist an der Jahreszeit, dass sich die Pieper an den engeren Durchflug gewöhnen +++ in Taktung von Millisekunden durchfliegen die Agas den Korridor und beginnen mit den Holzfällerarbeiten im Wintergarten +++ nun könnte die Security sich im Schlafmodus erholen, aber irgendwie hat sich das Schlafbedürfnis erledigt +++ Aga-Frieden ist nicht alles, aber ohne Aga-Frieden ist alles nichts.

Albernes zum Aga-Vandalismus

Für § 303 I u. II Sachbeschädigung iVm § 52 I StGB dürfte es genügen. 
Empörungshalber denken wir an strafverschärfende Tatbestände wie Bildung einer kriminellen oder gar terroristischen Vereinigung, allerdings allesamt vorausgesetzt, dass die beschädigten Tapeten sowohl sachenrechtlich sachenrechtlich als auch subjektiv aus Aga-Perspektive eine "fremde Sache" darstellen oder die Umgestaltung nicht durch die Art5-grundrechtliche Kunstfreiheit zu gewährleisten ist.

Eigener Aga-Nachwuchs?

Liebe @Bianca, wurde deine Frage schon beantwortet? Aga-Nachwuchs ist nicht meldepflichtig.

Abraten würde auch ich (aus eigener Erfahrung), denn so süß es ist, so schwierig, wenn die Küken irgendwann nicht mehr zum Nest zurück dürfen und von den Mamas mit Gewalt vertrieben werden, während sie bei (guten) Züchtern nicht zu früh und nicht zu spät von den Eltern getrennt (und verkauft) werden.
Einmal auf den Geschmack gekommen, möchten die Hennen dann immer wieder ausbrüten. In unseren Wohnungen lässt sich so vieles nicht machen, was zur Vermeidung von Konflikten erforderlich ist.
Nichts ist schöner als glückliche Agas, aber nichts ist bitterer als streitende Agas, weil sie einander so böse verletzen können oder traurig werden, verkümmern, wenn sie im Schwarm nicht mithalten können.
Das alles glimpflich unter Kontrolle zu halten, ist ein komplett anderes Leben. LG

Mittwoch, September 16, 2015

Schlafplätze in der Aga-Voliere

Problem: "Meine Agas wollen abends nicht in die Voliere zurück!" Sei zuversichtlich. Vielleicht müssen wir ein bisschen experimentieren, bis es klappt.
Die Voliere ist prima, aber vielleicht können wir sie trotzdem noch optimieren.

Bitte fotografiere sie hochkant vom rechten Seitengitter, so dass ich die Raumaufteilung und die Inventarplatzierung aus seitlicher Perspektive beurteilen kann.

Ich vermute, dass die Agas tatsächlich draußen bleiben wollten, weil die Voliere ihnen keine attraktiven Schlafplätze bietet. Agas bevorzugen zum Schlafen "etwas Deckung" >> fühlen sich dann sicherer >>

 a) Gern hoch &
 b) gern hinten &
 c) gern überdacht.

Richtige Schlafhäuser sind nicht zu empfehlen, weil sie zum Brüten animieren. Und Brutstimmung verschärft Rivalitäten.

Da du 6 Pieper hast, aber auch viele fest verpaarte Agas nachts gern getrennt schlafen, wäre es gut, wenn du von vornherein mindestens 6 Schlafplätze anbieten könntest.

Die Überdachung "gegen Feinde von oben" kannst du leicht organisieren, indem du hinten eine Holzbrett über die gesamte Volierenbreite legst. Oder du lässt links und rechts 20 cm frei.

Das Holzbrett sollte mindestens 15 cm "überdachen", vielleicht 20 cm.
Unbehandeltes, bloß gehobeltes Bücherregalbrett aus dem Baumarkt, in Varianten Kiefern- oder Fichtenholz preisgünstig.

Vielleicht fallen dir dünnere Materialalternativen ein oder du durchstöberst den Baumarkt nach Inspirationen, falls dir ein Regalbrett zu klobig ist; vielleicht Sperrholz, vielleicht Laminat, ....

Noch schlaf-gemütlicher würde es, wenn es oben quer auch eine "Rückwand" gäbe.
Also quasi ein Schlaf-Winkel oben nach hinten auf die Gitterkante gelegt.

Dann sehe ich auf dem Video, dass der Abstand der oberen Gitter-Quersverstrebung eigentlich genau die richtige Höhe zum "Dach" hätte, denn so 10 bis 12 cm Sitzhöhe bzw. "Deckenhöhe" ist für Agas gemütlich.

Du könntest also an dieser Querstrebe über die volle Breite der Voliere eine Rundholzstange befestigen. Auch solche Rundholzstangen gibt es in Baumärkten weit billiger als in Zoohandlungen. Und auf die richtige Stärke achten.
Oder du probierst es mit einer Bambusstange, aber möglicherweise zu glatt.

Okay. das lässt sich nicht so schnell machen. Also hast du vorerst noch das Einfang-Problem, "denn Freiflug muss sein", aber deine Voliere ist freundlich groß genug, um auch mal tageweise geschlossen zu bleiben.

Ich sehe Vorhänge vor deinen Fenstern. Ziehe sie vor dem Einfangen zu, denn die Vorhänge sind bei Kollisionen sicherer als die Lamellenrollos dahinter (haben wir auch).
Außerdem wird es durch den Vorhang dunkler. Das ist gut.

Zunächst versuchst du erneut & mit Geduld, die Pieper in die Voliere zu treiben.

Wenn welche drin sind, dann treibe die anderen in einer Weise, dass die bereits im Käfig befindlichen Pieper nicht mehr so dolle Angst vor dem Treiben im Zimmer haben müssen.
Also unbedingt auch auf die schon in der Voliere befindlichen Pieper achten.

Wer nicht rechtzeitig drin ist, bleibt zunächst mal draußen.
Dann lässt du die widerborstigen Pieper in Ruhe, denn zu langes Treiben ist unfallträchtig, kann überstrengen & zum Tod führen.

Die Pieper sollen sich einfach im Zimmer ein Schlafplätzchen suchen & du kannst für zehn Minuten das Zimmer verlassen.
Hoffentlich ist alles schön dunkel. Dann schlafen sie schneller ein.
Hoffentlich ist aber für dich hell genug, um sie sehen zu können.
Hoffentlich hast du einen geeigneten Kescher, denn schlechte Kescher können zu Flügelbrüchen führen.

Alles genau überlegen. Bspw. auch, ob du zwischendurch die Voliere schließen musst, damit die anderen auch wirklich drin bleiben.

Falls du so vorgehst, dann analysiere bitte die von den Piepern ausgesuchten Schlafplätze im Zimmer.  LG

++++++++++++++++++

weiteres Posting v. 4.10.2015

@Kay, wir haben für jeden Aga mindestens zwei Schlafplätze - und alle ziemlich gleich.
Trotzdem müssen wir einige unserer zehn Pieper Abend für Abend von Streitigkeiten um den vermeintlich "besten" Schlafplatz abhalten.
Sie wissen genau, wohin sie gehören & flüchten nach Androhung von Zwangsmitteln (Wasserpistole) sooofoooort dorthin, aber sobald wir nicht hingucken, ...

Jedenfalls genau beobachten, denn wenn wenig Zeit zum Aufpassen ist, dann ist es besser, die Schlafboxen wieder abzuschaffen & nur Zweige anzubieten. LG

Dienstag, September 08, 2015

Futtervielfalt - gemischt oder getrennt?

So, nun mal die Gegenposition, um Simone ein bisschen zu verwirren & daran zu gewöhnen, dass bei uns Agas immer mindestens einer aus der Reihe tanzt - und sei es nur zum zweifelhaften Vergnügen, dass andere sich ärgern, woran mir allerdings nicht liegt, sondern an Erfahrungsaustausch und kritischer Distanz, denn alle Erkenntnis auch aus Erfahrung kann irren.

Christiane & ich manschen Futter nur für kranke Agas und bieten gesunden Piepern die Leckereien möglichst getrennt an.

Getrennte Teller, getrennte Standorte. Vieles sammeln wir in der Natur bzw. im Garten, hängen es dann Zweige.
Einiges säen wir selbst an, stellen die Pflanztöpfe (ohne Dünge-Chemie) dann irgendwo hin, wenn die Pflanzen weit genug sind.

Die Agas suchen, finden & vernichten.

Grad dann, wenn Züchter aus betriebsökonomischen Gründen nur Trockenfutter geben, kann die Umgewöhnung auf gesündere Futtervielfalt etwas langwierig sein. Dann kann freilich das Gemansche die Umgewöhnung erleichtern, wenngleich man nicht unterschätzen sollte, wie fein Agas puhlen & sortieren können.

Bei Martin, Silke & Katrin gibt es halt jeden Tag "Eintopf" - nicht bös' gemeint - und wichtige Experten schwärmen ebenfalls dafür, aber die Natur kennt sowat nicht.
Doch auch das ist wieder nicht schlimm, denn es spricht rein gar nichts dagegen, dass nicht auch Agas die Vorzüge des technischen Fortschritts (Mixer) genießen dürfen und haben es leichter, etwas fauler zu sein, trotzdem alles futtern zu können.

Und in allem lassen sich die Sinngrenzen erkennen, so dass weder das eine noch das andere der Einzige Weg sein muss.
Deshalb beschließe ich in diesem Moment, dass ich unseren Agas zum Nikolaustag einen wunderbaren Eintopf machen werde. Und sie werden begeistert sein. Deshalb ruhig auch öfter Nikolaustag, aber ich lasse es die Ausnahme sein, denn Vogel soll suchen, finden & futtern.