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Montag, April 18, 2016

Spielzeug "artgerecht" ?

Agas haben durchaus Freude an "seltsamen" Effekten, die sich aus mechanischen (auch klanglichen) Konstruktionen ergeben können. Unsere Peachi mag z.B. eine Holzwippe und interessiert sich für ein Mini-Skateboard.
Die entscheidenden Kriterien sind Spaß, Nützlichkeit & Sicherheit, nicht immer ausschließlich die Frage, ob in der Natur vorkommend.
Und "artgerecht"?
Artgerecht ist, was den Bedürfnissen einer Art entspricht.
Und das kann oft noch individuell divergieren. So jedenfalls der persönliche Eindruck vieler Tierliebhaber, aber auch Stand der Wissenschaft, je genauer sie hin schaut.

Donnerstag, Juli 09, 2015

Wie kann ich das Vertrauen meiner Agas gewinnen?

Naja, obwohl Agas recht schlaue Pieper sind, stellen sie sich im Vergleich zu Wellensittichen meines Erachtens deutlich zögerlicher und sturer, geradezu bockiger an.

Die kürzeste Antwort lautet: "Indem du ihnen viel Freude machst."

Okay, das ist ein bisschen platt, denn Agas haben ungeheuer viele Bedürfnisse, die sich auch nicht so sehr in kurze Worte fassen lassen. Trotzdem mal zwecks Andeutung, in welche Richtungen gedacht werden sollte:

1. "Für den Stellpatz der Voliere ist auf vieles zu achten."

2. Die Voliere muss wirklich groß bzw. breit genug sein und in einer Weise eingerichtet, dass unsere Pieper nicht alles erklettern, sondern auch mal erflattern müssen.
2.a) Keine handelsüblichen Hartholzstangen, sondern besser einfache Zweige von draußen.
2.b) Kein unnötiges Plastik. Und vieles mehr zu beachten.

3. Auf Kochdünste, Zigarettenrauch möglichst ganz verzichten.

4. Spezielle, hochwertige Aga-Futtermischung, keine "Leckerlis", denn sie sind einfach nur Nepp und bringen den Piepern nicht, was draufsteht,

5. Viel Frischkost, fast alle Gemüse, Gräser, Blumen, nahezu alle "Unkräuter" aus Gärten - jedoch unter Beachtung, dass keine Düngemittel enthalten.

6. Wenig Obst wegen des hohen Fruchtzuckergehalts, "denn Agas sind eigentlich schon süß genug" - und Zucker schädigt die Leber.

7. Möglichst einmal wöchentlich frische Zweige zum Beknabbern. Zwecks Mineralienaufnahme & Bespaßung, denn Agas möchten "arbeiten". Geeignet sind Zweige von Obstbäumen, aber besonders von Walnussbäumen, Korken- und Trauerweiden, eigentlich eher alles. Aber im Zweifel frag ruhig, denn wir tauschen uns hier nicht nur Wissenslücken aus:-), sondern recht gern auch Erfahrungen.

8. Ausreichend Freiflug. Der Erstflug ist riskant, vieles andere auch. Dazu bitte mal speziell in unsere Dateien gucken.

9. Sprich mit ihnen, nimm dir Zeit. Nicke mit dem Kopf, ruhig auch mal singen und mit ihnen schimpfen - "denn Katzen sind leise".
Je besser ihr euch kennt - und je mehr Freude ihr euch gegenseitig schenkt, desto vertrauensvoller wird es.

Ganz sicher genügt mir oft, den Piepern einfach nur zuzuschauen, wie sie sich vergnügen, wenn genug von allem da ist, was ihr Herz begehrt, aber ich genieße es eben auch, wenn ich mit Frischzweigen oder Ringelblumen reinkomme und sie über mich herfallen, als hätten sie nicht noch reichlich davon "unerledigt" vor den Fenstern.  LG

Montag, Dezember 09, 2013

Holz für Agaporniden

Wir haben unseren Fischen einiges an Wurzelholz für die Pieper geklaut, also ursprünglich aus dem Zoohandel, anderes Wurzelholz sammelten wir als Strandgut von der Ostsee. Ideal für Kletterzwecke und dauerhafte "Installationen", denn zum Zerknabbern zu hart. Desgleichen Kokosnuss, Bambus. Für den laufenden Mineralien-, Vitamin- und Knabberbedarf dann eher einfach frische Zweige vom Apfelbaum usw., die wir allerdings gründlich putzen.
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Aus einer Diskussion: Ob in der Natur oder in Wohnungen - überall knabbern Papageien an Zweigen und Kräutern herum - und nicht nur zum Nestbau oder aus Frust, sondern weil vieles schmeckt, Mineralien und Vitamine zuführt, den Schnabel im Geschick trainiert und ihnen sichtlich Spaß macht, wie am Eifer, an Bewegung und Gefiederstellung zu erkennen.
Die Knabberei hat eigenen Stellenwert, desgleichen die Kletterei. Das muss nicht unbedingt in einer Installation vereinigt sein, denn die Pieper sind durchaus flexibel und gescheit genug, um auch getrennte Angebote zu nutzen, wenngleich darin nicht jeder Aga so schnell wie ein anderer ist. - Agas sind halt auch nur Menschen.
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Klar haben Agas eine Vorliebe für "kurze Bremswege", aber sie stellen sich auch auf rutschigere Flächen ein. Und mal auf den Schnabel fallen, das kommt in den besten Felswänden vor. Jede gehobene Akrobatik ist Übungssache. Ich habe diesbezüglich mit dem Kaffeeholz eigentlich gar keine Bedenken. Da meine Frau etwaige Pestizidbelastungen geltend macht, wäre das Holz vorsichtshalber einmal gründlich abzukochen oder zu waschen, aber geknabbert und gelutscht wird eher an weicheren und frischeren Hölzern.

Dienstag, November 12, 2013

Zur Käfighaltung von Agaporniden

Die richtige Käfiggröße ist die Größe, die sich maximal realisieren lässt, besser eine richtige Innenvoliere, aber auch dann unzureichend, denn der Bewegungsdrang von Agas lässt sich nun mal nicht auf Zwei-Meter-Strecken reduzieren.
Darum ist es unumgänglich, den Piepern häufigen und langdauernden Wohnungsfreiflug zu ermöglichen, zumal wir mit dieser Vogelgröße auch weniger Sorge um Mobiliar und Sauberkeit haben müssen als mit Großpapageien.
Das von vielen gefürchtete "Nagetier" in unseren Lovebirds lässt sich ebenfalls recht gut in zumutbaren Grenzen halten, indem genügend Knabbersteine und dickere Äste (möglichst von Obstbäumen) platziert werden. Die Heiterkeit der Pieper wird da schnell jeden Aufwand oder Verzicht (Kerzen etc.) entschädigen.
Hauptproblem ist dann, wie die Strolche zurück in den Käfig zu bekommen sind, denn unbeobachtet sind viele Wohnungen einfach zu gefährlich, müssen gelüftet werden usw. Die Sympathie für den Käfig lässt sich ein wenig und am zuverlässigsten
a)  durch die dortige Hauptfutterplatzierung erhöhen,
b) dass der Käfig am richtigen (Ruhe-)Platz steht und hoch genug ist, um deutlich oberhalb unserer Menschenköpfe Rückzugs- und Schlafplätze zu bieten,
c) dass der Käfig morgentlich nicht zu spät wieder für den Freiflug geöffnet wird. Die Pieper werden den Bedarf lautstark geltend machen.

So richtig an Käfig oder Zwei-Meter-Voliere "gewöhnen" lassen sich Agas eigentlich nicht, denn dafür sind sie einerseits viel zu schlau, andererseits zu uneinsichtig, warum sie mal fliegen dürfen und mal nicht.

Bei uns zuhause ist alles ein bisschen einfacher, weil sich unsere vier Agas ihre Schlafplätze selbst aussuchen können, für ein oberstes Regalbrett in unserem Schlafzimmer entschieden haben, um uns besser überwachen zu können:-)
Zwecks Sauberkeit tauschen wir ihnen als Unterlage Frühstücksbretter aus. Da hocken, schlafen und träumen sie dann paarweise und sehen einfach nur süß aus - bis sie den neuen Tag bejubeln und uns den Radiowecker ersparen.

Ersten Freiflug vorbereiten

Erster Freiflug am besten ABENDS nach Einsetzen der Dämmerung und guter Zimmerbeleuchtung, damit das Fensterglas sichtbarer ist. Oder Fenster von innen mit Lampen anstrahlen. Wir haben für die ersten Freiflüge die Fenster mit Vorhängen oder weißen Bettlaken verhängt. Aller Anfang ist schwer und leider auch riskant. Wichtig ist, dass die Pieper nicht zu viel Geschwindigkeit haben. Dazu vor allem eigene Ruhe ausstrahlen, also besser nur eine Person im Raum und nicht stehen, sondern sich vor das Fenster setzen.
Vielleicht auch beim ersten Mal leckere Hirse in einem Meter Entfernung und etwas höher vor den Käfigausgang hängen, um zunächst etwas abzulenken. Aber die Pieper werden vermutlich zuuuuu froooooh sein, das Flugbedürfnis zu befriedigen und dem Käfig zu entrinnen.
Gefährlich sind übrigens auch Trinkbecher. Einer meiner Mandanten kam ins Wohnzimmer zurück - und sein geliebter Welli steckte kopfüber im Fantaglas - das wars.
Supergefährlich sind Türen, weil die Pieper irre schnell sind und zu gern auf Türblättern sitzen oder diese noch rasch überfliegen wollen. So verloren wir unseren hypergeliebten Murkel. Wir brachten dann Türblattbürsten oben am Türrahmen an. Aber Monate später übersah ich beim Verlassen der Wohnung, dass unser Zwitschi bei mir auf der Schulter saß. Draußen erschrocken vom Wind und lauten Straßenverkehr dann in die Bäume, Nachbarhöfe geflüchtet. Wir trauern bis heute, auch wenn er bestimmt Leuten zugeflogen ist, die sich ihn verknallt haben. - http://zwitschi.blogspot.com
- Es kann so viel passieren. Trotzdem: Sei wohlgemut, denn das gefällt auch den Piepern am besten:-)

Freitag, November 01, 2013

Schwarm oder Nichtschwarm?

In der freien Natur hat der Schwarm u.a. eine Schutzfunktion, derer es in Wohnungen nicht bedarf, aber trotzdem tut die Schwarmhaltung unseren Kleinen gut, denn sie freuen sich einfach über möglichst viel Trubel, zumal dann auch die Wahrscheinlichkeit größer ist, den richtigen Partner für sich zu finden, mit dem sich die "Unzertrennlichkeit" bewahrheiten lässt.

Mittwoch, Oktober 02, 2013

Fehlprägung?


Dem Begriff "Fehlprägung" möchte ich mal den Begriff "Andersprägung" in den Wettbewerb schicken, denn ich halte unsere Agas nicht für "fehl", sondern "anders" geprägt, wenn sie mitzukommen versuchen, denn wir gehören ihnen zum "Schwarm", wie sie uns zur "Familie".

Wenn die Tiere uns lieben - und wir die Tiere lieben, uns folglich das Zusammensein ziemlich wichtig ist, dann halte ich weder die Tiere noch uns Menschen für "fehlgeprägt", sondern "andersgeprägt". Wenn wir unsere Agas auswildern wollten, dann würden wir solche Nähe vermeiden. Aber das haben eigentlich nicht vor:-)
Und auch unsere Agas möchten das nicht, denn zwei von ihnen sind "Entflogene", die bei uns bleiben dürfen - und denen es draußen überhaupt nicht gefiel.

Dienstag, Oktober 01, 2013

Fluggeschirr für Großpapageien



Das Video überzeugt weitgehend, aber wie ist es, wenn der Papagei grad mal keine Lust auf Geradeausflug hat? Zieht sich das Band so schnell zurück, dass ein Verheddern und eine Bruchlandung vermieden werden können? Oder muss der Großpapagei erst auf die Möglichkeiten trainiert werden?

Großpapageien sind toll, aber ich bin doch froh, dass unsere Agas raumtechnisch weniger anspruchsvoll sind und sich auch in Wohnungen zumindest insoweit austoben können, dass ihre Flugkünste auf hohes Niveau gelangen, was eben "nur" voraussetzt, dass sie auch wirklich möglichst vielstündig dürfen.

Schade, dass ich so unreligiös bin, denn ich würde mir für das nächste Leben Wohnverhältnisse wünschen, die von einer Riesenfreiluftvoliere umgeben ist mit "Vogelklappe" als Wohnungseingang für unsere Pieper, denn 100 mal 100 Meter und 30 Metern Höhe mit Wind, direkter Sonne und Schatten wären auch für Agas schöner.

Doch wie war der heutige Tag? Die vier Buppis waren hypervergnügt, zischten durch die Wohnung von, gaben flügelschlagend Konzerte, gorksten glücksträumerische Töne. Deshalb: Paradiese müssen nicht immer in allem grenzenlos sein.